Workshops für Frauen

Workshops für Frauen

Dass Männer anders lernen als Frauen fällt häufig schon in der Schule auf. Fragt man Mädchen nach ihrem Lieblingsfach, wird oft Englisch oder Französisch genannt. Bei Jungs kommt öfter Mathematik oder Physik als Antwort. Diese Präferenzen und vor allem die unterschiedliche Art zu lernen zieht sich durch das Leben der beiden Geschlechter wie der sprichwörtliche rote Faden.

Heutzutage schicken viele Unternehmen ihre Mitarbeiter zu Workshops mit den unterschiedlichsten Themen. Hierbei hat es sich als sehr effizient herausgestellt, Workshops für Frauen und Männer getrennt zu organisieren, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Frauen fühlen sich untereinander häufiger verstanden als in gemischter Runde. Hier wiederholt sich das Bild aus der Schule, bei dem ein kleines Mädchen Angst hat, vor der kompletten Klasse, in der auch Jungs sitzen, eine Frage zu stellen. Die Panik, ausgelacht zu werden, ist allgegenwärtig.

Dabei ist es nicht so, dass das weibliche Geschlecht langsamer denken würde oder länger bräuchte, um gewisse Sachverhalte zu verstehen. Frauen denken lediglich anders und kommen somit auf anderem Weg zum Ergebnis. Genau das ist es, was sich Workshops für Frauen zunutze machen. Sie sind für das weibliche Geschlecht und nach dessen Denkmuster ausgelegt. Hier werden viele Beispiele zu einzelnen Fällen erbracht, die Männer nicht schätzen würden, da diese eher pragmatisch arbeiten.

Die Frauen fühlen sich untereinander wohl und genau das ist das Geheimnis des Erfolges dieser Schulungen.

Es handelt sich hier um eine etwas abgewandelte Form der Mädchenschulen. Der Grund für deren Gründung, die häufig durch Nonnen erfolgte, war der gleiche. Frauen sollten ungestört und ohne Minderwertigkeitskomplexe lernen können. Der Plan funktionierte. Der Beweis hierfür sind die guten Noten der Kinder an Mädchenschulen in naturwissenschaftlichen Fächern, die besser sind, als die Zensuren von Mädchen an gemischten Schulen. Wie man sieht, ist das Prinzip des getrennten Lernens alt. Lediglich die Übertragung in die Berufswelt ist neu.